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AB 20 — Logging und Monitoring

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Aufgabe 1: Begriffserklärung (Grundlagen)

a) Image

Erkläre mit eigenen Worten, was man unter einem Systemabbild (Image) versteht.

Gehe dabei mindestens auf folgende Punkte ein:

Was wird gesichert?

Beschreibe, welche Bestandteile eines Systems in einem Image enthalten sind (z. B. Betriebssystem, Programme, Einstellungen, Bootsektoren, Partitionen, usw.).

Erkläre den Unterschied zwischen vollständigen Images (Full Image) und inkrementellen bzw. differenziellen Images.

Wofür wird ein Image verwendet?

Nenne typische Einsatzgebiete wie Systemwiederherstellung, Verteilung einheitlicher Systemkonfigurationen, Backup-Lösungen, Migration auf neue Hardware, etc.

In welchen Situationen ist ein Image sinnvoll?

Beschreibe mindestens drei konkrete Szenarien, z. B.:

Nach einer Neuinstallation, bevor ein System produktiv genutzt wird

Bei Server- oder Arbeitsplatzrechnern, die identisch konfiguriert sein sollen

Vor risikoreichen Änderungen (z. B. Upgrade, Systemumbau, neue Softwaretests)

Zusatz: Vorteile und Nachteile (Erweiterung)

Welche Vorteile bietet ein Image gegenüber einer normalen Datensicherung?

Welche Nachteile oder Herausforderungen gibt es (z. B. Speicherplatzbedarf)?

b) Snapshot

Erkläre den Begriff Snapshot und gehe auf folgende Punkte detailliert ein:

Was ist ein Snapshot?

Beschreibe, was beim Erstellen eines Snapshots gespeichert wird (z. B. Metadaten, Zustände, Pointer, nicht aber zwangsläufig komplette Datenblöcke).

Erkläre, warum Snapshots häufig sehr schnell erstellt werden können.

Was unterscheidet einen Snapshot von einem Image?

Gehe auf folgende Aspekte ein:

Speicherbedarf

Geschwindigkeit der Erstellung

Wann werden Snapshots typischerweise eingesetzt? Nenne und erläutere mindestens drei Einsatzbereiche, z. B.:

In der Virtualisierung (z. B. VMware, Hyper-V, VirtualBox)

Bei modernen Dateisystemen (z. B. ZFS, Btrfs)

Bei Storage-Systemen oder Cloud-Infrastrukturen

Vor Softwareupdates oder Systemtests

Nenne ein konkretes Beispiel. Wähle eines:

Virtualisierung: Beschreibe, wie ein Snapshot einer virtuellen Maschine funktioniert, was gespeichert wird und wie er zurückgesetzt werden kann.

Dateisystem: Erkläre einen ZFS- oder Btrfs-Snapshot mit dem Copy-on-Write-Konzept.

Aufgabe 2: Vergleich Image vs. Snapshot

Fülle die folgende Tabelle aus:

KriteriumImageSnapshot
Zeitpunkt
Speicherbedarf
Geschwindigkeit
Typischer Einsatz
Rücksicherung

Aufgabe 3: Verständnisfrage – Images unter Linux

Beantworte die folgenden Fragen ausführlich und mit eigenen Worten:

  1. Welche Vorteile bietet eine Sicherung per Image gegenüber einer normalen Dateisicherung?

Gehe dabei auf folgende Punkte ein:

Welche Systemteile werden zusätzlich gesichert, die bei einer Dateisicherung nicht enthalten wären?

Warum kann ein Image ein vollständiges System schneller wiederherstellen als eine Dateisicherung?

  1. Welche Nachteile hat eine Image-Sicherung?

Berücksichtige dabei folgende Aspekte:

Speicherplatzbedarf

Zeitaufwand für Erstellung/Wiederherstellung

Flexibilität bei der Wiederherstellung (z. B. anderes System, andere Hardware)

Risiken bei inkrementellen Images

Was passiert, wenn ein Image beschädigt ist?

Warum sind Images für fortlaufende Datensicherungen weniger geeignet?

  1. Kann man einzelne Dateien aus einem Image wiederherstellen? Begründe.

Achte auf folgende Punkte:

Wovon hängt es ab, ob Dateien aus einem Image extrahiert werden können?

Welche Tools gibt es unter Linux (z. B. mount, dd, partclone, Loop Devices)?

Unterschiede zwischen „Image einer ganzen Festplatte“ und „Image einer Partition“

Wann ist das Extrahieren einzelner Dateien sinnvoll – und wann nicht?

Erkläre den Unterschied zwischen einem Datei-Backup und einem blockbasierten Image.

Aufgabe 4: Tools zur Erstellung von Systemabbildern

Ordne die folgenden Tools korrekt zu und beschreibe sie kurz:

a) Clonezilla

Einsatzzweck:
Typische Verwendung / (Desktop / Server / Schule):
Besonderheit:

b) partimage

Einsatzzweck:
Welche Partitionen können gesichert werden?
Einschränkungen:

c) dd

Einsatzzweck:
Besonderheit:
Warum gilt dd als „gefährlich“?

Aufgabe 5: Systemabbild mit Clonezilla

Ein Linux-PC ist frisch installiert und vollständig konfiguriert. Dieses System soll als Master-System gesichert werden, um es später schnell wiederherzustellen. Erstelle ein komplettes Systemabbild der Festplatte mit Clonezilla.

Aufgabenstellung

Starte den Rechner mit einem Clonezilla-Live-Medium (USB oder ISO).

Wähle den Modus:

device-image

local_dev

Wähle ein externes Laufwerk oder eine zweite Partition als Speicherort.

Erstelle ein Image der gesamten Festplatte (savedisk).

Vergib einen sinnvollen Namen für das Image (z. B. linux_master_2026).

Aufgabe 6: Datensicherung mit dd

Du möchtest eine 1:1-Kopie eines USB-Sticks erstellen, z. B., bevor du ihn neu formatierst.

Aufgabenstellung

Stecke einen USB-Stick ein und ermittle das Gerät:

Lsblk (z. B. /dev/sdb)

Erstelle ein Image des USB-Sticks:

sudo dd if=/dev/sdb of=/mnt/backup/usb_backup.img bs=4M status=progress

Prüfe die Größe der Image-Datei:

ls -lh /mnt/backup/usb_backup.img

(Optional) Stelle das Image auf einen anderen USB-Stick wieder her:

sudo dd if=/mnt/backup/usb_backup.img of=/dev/sdc bs=4M status=progress

Aufgabe 7: Partitions-Backup mit partimage

Auf einem Linux-System soll nur eine einzelne Partition gesichert werden, z. B. /home.

Erstelle ein Image einer einzelnen Partition mit partimage.

Installiere partimage.

Die zu sichernde Partition ist nicht eingehängt

Aufgabenstellung

Partition identifizieren

Lsblk (z. B. /dev/sda2)

Starte partimage mit Root-Rechten

sudo partimage

Wähle:

die Partition /dev/sda2

den Speicherort für das Image

den Modus „Save partition into a new image file“

Aktiviere (falls verfügbar):

Kompression

Image-Aufteilung in mehrere Dateien

Aufgabe 8: Tool-Vergleich

Vergleiche Clonezilla, partimage und dd anhand der folgenden Kriterien:

KriteriumClonezillapartimagedd
Bedienung (einfach/komplex)
Dateisystem-abhängig
Geschwindigkeit
Fehleranfälligkeit
Empfohlen für Anfänger

Aufgabe 9: Praxis-Szenario (Anwendungsaufgabe)

Ein Schulungsraum mit 20 Linux-PCs soll eingerichtet werden. Alle Rechner sollen identisch installiert sein und im Notfall schnell wiederhergestellt werden können.

Welches Tool würdest du verwenden?

Begründe deine Entscheidung.

Beschreibe grob den Ablauf:

Erstellung des Images

Wiederherstellung auf einem PC

Aufgabe 10: Wahr oder Falsch

Kreuze an und begründe kurz:

Ein Image sichert nur Benutzerdateien

Snapshots sind meist schneller als Images

Clonezilla eignet sich gut für Masseninstallationen

dd überprüft automatisch das Dateisystem

Images sind unabhängig vom installierten Betriebssystem nutzbar