AB 00 — Überblick
Ubuntu installieren
In dieser Aufgabe wirst Du die Ubuntu Distribution in einer virtuellen Maschine installieren.
Lese dieses Arbeitsblatt komplett durch, bevor du mir der Durchführung der Arbeiten beginnst.
Theorie
Abschnitt betitelt „Theorie“Während dem der Download und die Installation läuft, recherchierst und beantwortest du folgende Fragen:
- Wie entstand die Distribution UBUNTU?
| Ubuntu basiert auf der Debian GNU/Linux-Distribution. Im April 2004 lud Mark Shuttleworth eine Gruppe Debian-Entwickler zu sich ein in London, um das Konzept von Ubuntu zu diskutieren. Am 20. Oktober 2004 wurde die erste Version von Ubuntu veröffentlicht (Version 4.10 „Warty Warthog”) – dies markiert den offiziellen Start. Ziel war ein benutzerfreundlicheres, regelmäßig erscheinendes Linux-System mit guter Hardware-Unterstützung und Fokus auf Desktop und Server. |
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- Wer ist für UBUNTU verantwortlich?
| Verantwortung trägt primär Canonical Ltd. – das Unternehmen von Mark Shuttleworth, das die Entwicklung von Ubuntu koordiniert. Zusätzlich gibt es eine große Community von Entwicklern, Freiwilligen und lokalen Gruppen („LoCos” = Local Communities) weltweit, die zur Entwicklung, Dokumentation und Verbreitung beitragen. Canonical definiert Release-Zyklen, sorgt für Infrastruktur (Repositories, Sicherheitsupdates) und bietet Support-Dienstleistungen (z. B. Extended Security Maintenance). |
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- Was bedeutet der Name UBUNTU?
| Der Name „Ubuntu” stammt aus den südafrikanischen Nguni-Sprachen und lässt sich etwa übersetzen mit „Menschlichkeit gegenüber anderen“ oder „Ich bin, weil wir sind“. Mark Shuttleworth wählte den Namen bewusst wegen seiner philosophischen Bedeutung: Gemeinschaft, Teilhabe, offene Kultur. |
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- Was ist besonders an den sog. LTS-Versionen?
| „LTS” steht für Long Term Support. Bei Ubuntu werden alle zwei Jahre (in der Regel im April) LTS-Versionen veröffentlicht, während alle sechs Monate eine normale Version erscheint. LTS-Versionen bekommen eine längere Supportdauer – typischerweise fünf Jahre Standardunterstützung, danach teilweise erweiterbar durch ESM (Extended Security Maintenance). Sie werden als stabilere Basis für Produktionssysteme, Unternehmen, Server etc. gesehen — weniger häufige Feature-Sprünge, dafür mehr Langzeit-Sicherheit. |
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- Welches ist die aktuelle Version von UBUNTU? Welches ist die letzte LTS-Version?
| Laut offizieller Webseite ist die letzte LTS-Version die Ubuntu 24.04 LTS („Noble Numbat“) – herunterladbar unter „Desktop“ Bereich. Da Ubuntu alle sechs Monate erscheint, gibt es möglicherweise eine neuere nicht-LTS Version (z. B. 25.10) – Wikipedia listet aktuell als reguläre Release z. B. Ubuntu 25.10 „Questing Quokka“. Kurz gesagt: Letzte LTS = Ubuntu 24.04 LTS; Letzte normale Version = z. B. Ubuntu 25.10 (sofern verfügbar) |
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- Was ist so besonders an UBUNTU?
| Regelmäßiger Release-Zyklus (alle sechs Monate) mit klar definiertem Plan, plus eine LTS alle zwei Jahre. Gute Hardware- und Treiber-Unterstützung, viele Hersteller bieten vorinstallierte Ubuntu-Maschinen. Große Benutzer- und Entwickler-Community, zahlreiche Ressourcen, Foren (z. B. Ask Ubuntu) und Dokumentationen. Basierend auf Debian – damit stabil, ausgereift, große Paket-Basis. Vielfalt von offiziellen „Flavours“ für verschiedene Zwecke (Desktop, Server, IoT) und verschiedene Desktop-Umgebungen (siehe nächste Frage). Fokus auf Nutzerfreundlichkeit – insbesondere Desktop-Einsteigerfreundlichkeit im Vergleich zu manch anderem Linux-System. |
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- Welche GUI‘s (graphical user interface) wird als Standard installiert? Welche Desktop-Umgebungen werden noch angeboten?
| Standardmäßig verwendet Ubuntu (Desktop Edition) derzeit die GNOME-Desktop-Umgebung als Default. Neben GNOME gibt es offiziell unterstützte Varianten (Flavours) mit anderen Desktop-Umgebungen, z. B.: KDE Plasma (Flavour: Kubuntu) Xfce (Flavour: Xubuntu) LXQt (Flavour: Lubuntu) Budgie (Flavour: Ubuntu Budgie) Zusätzlich existieren noch z. B. Ubuntu MATE (mit MATE-Desktop), Ubuntu Cinnamon (mit Cinnamon) usw. Damit kann man je nach Hardware-Leistung oder Vorliebe eine passende Oberfläche wählen. |
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- Welches Software-Paket-Verwaltungs-Tool benutzt Ubuntu? Welchen Paket-Typ benutzt dieses Tool?
Ubuntu nutzt primär den Paketmanager APT (Advanced Packaging Tool) bzw. das Debian-System mit .deb-Paketen.Neben dem traditionellen Pakettyp „.deb“ gibt es auch das neuere System Snap – Snap-Pakete sind containerisiert, plattformübergreifend und werden von Canonical entwickelt.Zusammengefasst: APT + deb-Pakete = Standard; Snap = Ergänzung mit anderen Eigenschaften.Für GUI: Das Ubuntu Software-Center bzw. „Ubuntu Software“ unterstützt beide Arten.- Liste die empfohlenen Systemvoraussetzungen auf!
| Desktop Edition: mind. 2 GHz Dual-Core-Prozessor, 4 GB RAM, 25 GB freier Festplattenspeicher. Offizielle Community Help Wiki: 2 GHz Dual-Core, 4 096 MiB RAM, 25 GB (oder 8,6 GB für Minimalinstall) Festplattenspeicher. Server Edition: Minimum ~1,5 GB RAM (ISO-Installation), empfohlen 3 GB+; Mindest-Speicherplatz z. B. 5 GB. Hinweis: Für bessere Performance und aktuelle Hardware werden oft höhere Spezifikationen empfohlen (z. B. 8 GB RAM oder mehr). |
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- Welche Vor- und Nachteile besitzt diese Distro? An welche Zielgruppe richtet sie sich?
| Vorteile: Sehr gute Hardware‐ und Treiberunterstützung: Ubuntu ist bei vielen Herstellern und in vielen Szenarien gut einsetzbar. Große Community, viele Ressourcen, Tutorials, Forum-Support – gut für Einsteiger wie auch Fortgeschrittene. Vielseitigkeit: sowohl Desktop als auch Server und Cloud – sowie viele Flavours für spezifische Bedürfnisse. Klare Release-Zyklen + LTS-Versionen: Wer Stabilität braucht (z. B. Unternehmen, Server), kann auf eine LTS setzen. Basierend auf Debian: solide Paketbasis, große Software-Auswahl. Nachteile: Für sehr leistungsarme oder alte Hardware kann Ubuntu (mit GNOME) schon relativ ressourcenintensiv sein. In solchen Fällen wären leichtere Flavours besser. Snap-Pakete werden teilweise kontrovers diskutiert (z. B. wegen Größe, Performance, Sandbox-Modell). Neue Features können in Zwischenversionen (non-LTS) weniger stabil sein – wenn man sofort updatet, kann es zu Problemen kommen. Updates und Änderungen (z. B. in Desktop-Umgebung) können bei Umstieg von älteren Versionen beim Nutzer zunächst Anpassungsbedarf erzeugen. Zielgruppe: Anfänger und Nutzer, die eine einfach installierbare, gut unterstützte Linux-Distribution wollen – z. B. Desktop-Nutzer, Umsteiger von Windows. Entwickler, die auf Linux arbeiten möchten, oder Nutzer von Laptops/Desktops mit aktuellen Komponenten. Server-Admins oder Unternehmen, die eine stabile Plattform mit Langzeit-Support suchen (insbesondere mit LTS). Nutzer mit spezieller Hardware oder älteren Geräten können auf leichtere Ubuntu-Flavours ausweichen. |
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Vorbereitung
Abschnitt betitelt „Vorbereitung“-
Begib dich auf http://www.ubuntu.com und lade die aktuelle LTS-Version von Ubuntu herunter. Speichere diese auf dem Laufwerk D: im Ordner ISO.
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Erstelle eine neue virtuelle Maschine mit folgenden Eigenschaften: Name: Ubuntu standalone , 2 CPU, RAM: 4096MB, HDD: 15GB dynamisch
Dokumentation
Abschnitt betitelt „Dokumentation“Erstelle eine Dokumentation mit den folgenden Punkten:
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Titelseite
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Inhaltsverzeichnis
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Kontext / eine Einführung
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Antworten aus dem theoretischen Teil
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Installationsprotokoll mit Screenshots und Notizen.
Dieses Arbeitsblatt ist der erste Teil deines Dokumentes. Das nächste Arbeitsblatt wirst du im gleichen Dokument niederschreiben.
Das gesamte Dokument wirst du im PDF-Format zum angegebenen Zeitpunkt (siehe Assignment „Ubuntu installieren“ in eduMoodle) in eduMoodle hochladen.
Installation
Abschnitt betitelt „Installation“- Führe die Installation des Betriebssystems Ubuntu in englischer Sprache durch. Wähle die Installationsparameter, welche für einen typischen Luxemburger in Frage kommen. Wähle als Benutzernamen
<IAM>und als Passwort<Passwort>. Partitionierung: die komplette Festplatte soll für das Betriebssystem genutzt werden.